Informationen zu den Heften der letzten Jahre

 

Haydn-Studien. Band XI, Heft 1
Dezember 2014, S. 1–168

Das Heft enthält einige Vorträge eines Symposiums über Joseph Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“, das am 23. und 24. November 2009 in Oberschützen (Außenstelle der Musikuniversität Graz) stattgefunden hat. Weiterhin sind einige Beiträge über neu entdeckte oder bisher unbeachtete Haydn-Quellen aufgenommen, so ein Beitrag von Balázs Mikusi über Joseph Ignaz Scheigers Libretto „Das Jüngste Gericht“, das sich in Haydns Nachlass fand, und Übertragungen von Dokumenten zur Bühnendekoration im Esterházy’schen Opernhaus von János Malina. Damien Mahiet berichtet über seine Entdeckung eines Briefes von Haydn an Fürst Metternich. Enthalten sind außerdem Mitteilungen über die Arbeit des Joseph Haydn-Instituts.

 

Haydn-Studien. Band X, Heft 3–4
Herausgegeben von Arnold Jacobshagen, Armin Raab und Wolfram Steinbeck unter Mitarbeit von Silke Schloen, Juli 2013, S. 327–569

Das Doppelheft enthält mehrere Referate des vom Joseph Haydn-Institut gemeinsam mit der Universität zu Köln und der Musikhochschule Köln zum Haydn-Jahr 2009 veranstalteten Internationalen Kongresses “Retrospektive und Innovation. Der späte Joseph Haydn”. Neben dem Eröffnungsvortrag von Ulrich Konrad („‚Ihm schweben öfters Ideen vor, wodurch seine Kunst noch viel weiter gebracht werden könnte‘. Überlegungen zum Spätwerk Joseph Haydns“) und dem ebenso umfangreichen Abschlussreferat des Berliner Literaturwissenschaftlers Norbert Miller („Greisenavantgardismus. Thomas Mann und der Mythos des Spätwerks“) sind dies Beiträge von Andreas Friesenhagen („Strategien der Textausdeutung in Haydns späten Messen“), Wolfgang Fuhrmann („Volck’s Lied. Zum ‚Gattungs‘-Kontext von Haydns ‚Gott erhalte’“), Gernot Gruber („Der späte Haydn, ein modernes Kanondenken und die Konstruktion des Klassischen”), Jürgen Heidrich („Zur Rezeption der Messen Joseph Haydns im frühen 19. Jahrhundert“), Friedhelm Krummacher („‚voll neuer Gedanken’? Über Haydns späte Streichquartette“), Armin Raab („Ein Porträt des Künstlers als alter Mann. Joseph Haydn und seine Biographen“), Julia Ronge („Was Beethoven bei Haydn wirklich gelernt hat“), James Webster („Gibt es einen Spätstil bei Haydn? Die mehrstimmigen Gesänge als Fallstudie“) und Ulrich Wilker („Haydns ‚letzte Oper‘. Die Bearbeitung von L’isola disabitata im Jahr 1802“).

Aus aktuellem Anlass wurden noch zwei Beiträge über neu aufgefundene Haydn-Quellen aufgenommen, einen Brief Haydns an den Verleger Sieber aus Privatbesitz (kommentiert von Sonja Gerlach und Armin Raab) und ein von dem Bibliothekar Øyvind Norheim in der Nasjonalbiblioteket Oslo entdecktes Blatt mit Entwürfen zu zwei Volksliedbearbeitungen (erläutert von Andreas Friesenhagen). Das Doppelheft enthält außerdem Mitteilungen über die Arbeit des Instituts und ein Register, zusammengestellt von Silke Schloen.

 

Haydn-Studien. Band X, Heft 2: Haydn-Bibliographie 2002–2011
November 2011, S. 119–325

Diese fünfte in den Haydn-Studien veröffentlichte Folge der Haydn-Bibliographie (nach III/3–4 von 1974, V/4 von 1985, VI/3 von 1992 und VIII/2 aus dem Jahr 2001) verzeichnet 1258 Titel, darunter auch einzelne Nachträge für den Zeitraum 1991–2001. Wie die vorangehenden Folgen ist sie als kommentierte Bibliographie angelegt und wird durch Register und Vorwort erschlossen. – Als Anhang enthält das Heft Mitteilungen über die Arbeit des Instituts.

 

Haydn-Studien. Band X, Heft 1
Juni 2010, S. 1–118

Das Heft enthält neben zwei Aufsätzen über die jüngsten Quellenfunde zu Haydns Flötenuhrstücken (Marie Cornaz: „The Discovery of Joseph Haydn’s Original Manuscript of the Pieces Hob. XIX:1 and Hob. XIX:2“; Sonja Gerlach: „Haydns Flötenuhrstücke. Überlegungen und Ergänzungen auf Basis neuer Quellenfunde“) Beiträge zu Fragen der Haydn-Rezeption (Lars E. Laubhold [unter Mitarbeit von Eva Neumayr]: „‚…was mein Bruder in seinen Chören mit der Ewigkeit treibt…’. Quellen zur frühen Rezeption von Joseph Haydns Schöpfung in Salzburg“; Felix Diergarten: „‚Auch Homere schlafen bisweilen’. Heinrich Christoph Kochs Polemik gegen Joseph Haydn”) sowie zur Bariolage-Technik in Haydns Streichquartett Hob. III:49 (James MacKay: „Bariolage and Formal Design: Haydn’s ‘The Frog,’ Opus 50, no. 6, Finale“). Zwei kürzere Artikel informieren über wieder entdeckte Briefe, ein Empfehlungsschreiben für Haydn und einen Bericht aus Eszterháza (Franz Stephan Pelgen: „Wiederaufgefundenes Empfehlungsschreiben des Fürsten Kaunitz vom 13. Dezember 1790 für Joseph Haydns erste Reise nach London“; Stephen C. Fisher: „An English Traveler at Eszterháza in 1786“).

Außerdem beinhaltet das Heft Nachrufe auf den im Dezember 2006 verstorbenen ehemaligen wissenschaftlichen Leiter des Joseph Haydn-Instituts Prof. Dr. Georg Feder und den im November 2009 verstorbenen Haydn-Forscher H. C. Robbins Landon von Armin Raab. Das Heft enthält auch Mitteilungen über die Arbeit des Instituts.

 

Haydn-Studien. Band IX, Heft 1–4
November 2006, S. 1–278

Der umfangreiche Band dokumentiert den 2005 vom Joseph Haydn-Institut gemeinsam mit dem Institut für Musikwissenschaft der Universität zu Köln und in Verbindung mit dem Referat Kirchenmusik im Erzbistum Köln veranstalteten Internationalen wissenschaftlichen Kongress „Perspektiven und Aufgaben der Haydn-Forschung“. Er enthält Beiträge von Elaine Sisman („In Werken denken: Die Erzeugung musikalischer Bedeutung für Haydns vielgestaltiges Publikum“), Tom Beghin („‚Votre très humble & très obéissant Serviteur‘. Männliche und weibliche Rhetorik in Haydns Sonate Hob. XVI:40“), László Somfai („Trends, Accomplishment, Deficiency in Haydn Performance Today“), Andreas Friesenhagen („Eine Haydn-Diskographie als Werkzeug der Rezeptionsforschung“), Katalin Szerző („Neue Dokumente zur Esterházy-Sammlung“), Terézia Bardi („Newly Found Inventories of Esterházy Sceneries“), Christine Siegert („Die Fassungen der Arie ‚Dove mai s’è ritrovata‘ aus Pasquale Anfossis Oper I viaggiatori felici“), David J. Buch ( „Supernatural Imagery in Haydn’s Theater Music“), Silke Schloen („Armida postum – Eine Warnung vor nachträglichen Kritischen Berichten“), Marianne Helms („Ein Schwesterwerk der ‚Nelsonmesse‘? Zur Edition von Haydns Te Deum Hob. XXIIIc:2“), Annette Oppermann („Haydns Schöpfung: Werkgenese und Edition. Möglichkeiten und Grenzen der Gesamtausgabe bei der Dokumentation von Entstehung und Revision eines Werkes“), James Dack: („Haydn’s First English Text: The Madrigal ‚Hark, the wild uproar of the winds!‘ [The Storm]“), Stephen C. Fisher („Haydn’s Orchestral Finale in D Major, Hob. Ia:4“) und Sonja Gerlach („Fünf Takte zuviel? Einige Bemerkungen zur Entstehung und Überlieferung von Haydns ‚F-Moll -Variationen‘ [Hob. XVII:6]“), dazu ein Vorwort von Armin Raab. Aus aktuellem Anlass wurden zwei zusätzliche Beiträge über neue Quellenfunde aufgenommen (Helmut Kowar: „Wie aus einer ‚Mozart-Uhr‘ eine ‚Haydn-Uhr‘ wurde“; Franz Gratl: „Eine neue Quelle zur frühen Klaviermusik Joseph Haydns im Musikarchiv des Franziskanerklosters Bozen [Südtirol]“). Enthalten sind außerdem „Mitteilungen“ (zur Arbeit des Instituts) und ein Register, zusammengestellt von Silke Schloen.

 

Haydn-Studien. Band VIII, Heft 4
Juli 2004, S. 299–429

Das Heft enthält Vorträge des Symposiums über Haydns Volksliedbearbeitungen. Mit dem kulturgeschichtlicher Kontext der Bearbeitungen und ihrem Platz innerhalb von Haydns Spätwerk beschäftigen sich Kirsteen McCue (Thomson’s collections in their Scottish cultural context) und Petra Weber-Bockholdt (Komposition oder Begleitung. Ein Vergleich der Bearbeitungen schottischer Lieder von Haydn und Beethoven). Armin Raab (Die Edition von Haydns Volksliedbearbeitungen) und Andreas Friesenhagen (“for an obscure music seller” – Haydns Bearbeitungen schottischer Lieder für William Whyte) bieten Einblick in die spezifischen editorischen Probleme der Bearbeitungen. Fragen der Authentizität und der Chronologie werden von Marjorie Rycroft (Haydns Volksliedbearbeitungen – von Neukomm? Über die Authentizität einiger Bearbeitungen) und Warwick Edwards (New insights into the chronology of Haydn’s folksong arrangements: reading between the lines of the George Thomson correspondence) diskutiert.

Aus aktuellem Anlass wurde zusätzlich ein Beitrag von David Wyn Jones über ein jüngst identifiziertes Skizzenblatt zu Haydns Streichquartett “Opus 103” aufgenommen. Das Heft enthält außerdem Mitteilungen über die Arbeit des Joseph Haydn-Instituts sowie das Register zu Band VIII der Haydn-Studien.

 

Haydn-Studien. Band VIII, Heft 3
September 2003, S. 217–297

Das Heft enthält fünf umfangreichere Aufsätze, davon drei in deutscher und zwei in englischer Sprache, dazu einen kleineren Beitrag und Mitteilungen über die Arbeit des Joseph Haydn-Instituts.
Sonja Gerlach (“Das Autograph von Haydns Sinfonie Hob. I:9 aus dem Jahr 1762”) untersucht eine autographe Partitur Haydns, die noch verschollen war, als das betreffende Werk 1990 in Band I/3 der Gesamtausgabe erschien. Dabei zeigt sich, dass der damaligen Edition die Rekonstruktion des originalen Notentextes bis auf wenige Kleinigkeiten gelang. Armin Raab (“Haydns Briefe an den Verleger Boyer”) stellt einen bislang unbekannten Brief Haydns an Charles-Georges Boyer von Ende 1784 vor. Da die beiden bereits bekannten Briefe Haydns an den Pariser Verleger nur in unvollständigen oder fehlerhaften Übertragungen vorliegen, werden alle drei Briefe im Zusammenhang wiedergegeben und kommentiert. Gerhard J. Winkler (“Non omnis moriar – Sigismund Neukomms Rätselkanon auf Haydns Grab”) stellt Bedeutung und Geschichte eines von Haydns Schüler Neukomm komponierten Kanons dar. Peter Pesic (“Haydn’s Wanderer”) beschäftigt sich mit der Haydn-Rezeption Franz Schuberts. Laurence Joyce (“Haydn and Salomon, and their visit to Herschel’s telescope at Slough, June 2 1792”) erschließt die neu entdeckten Eintragungen von Haydn und Johann Peter Salomon im Gästebuch des Astronomen William Herschel. Ein abschließender kleinerer Beitrag (Armin Raab: “Vermarktung einer Fehlzuschreibung”) widmet sich einer angeblich “neu entdeckten Missa solemnis von Joseph Haydn”, die kürzlich auf Compact Disc eingespielt und als Partitur veröffentlicht wurde. Es handelt sich dabei aber lediglich um eine der über 200 Haydn fälschlich zugeschriebenen Messen; der Forschung ist sie seit langem bekannt.