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Joseph Haydn-Institut


Das Joseph Haydn-Institut wurde 1955 in Köln gegründet. Gründungsleiter war der dänische Haydn-Forscher Jens Peter Larsen. Ihm folgte 1960 für drei Jahrzehnte Georg Feder, der die Editionsprinzipien der Ausgabe entscheidend prägte.

Nachdem im 20. Jahrhundert bereits zwei Versuche einer Haydn-Gesamtausgabe gescheitert waren, wurde deutlich, dass zunächst die gesamte, außerordentlich komplexe Überlieferung der Werke Haydns erfasst werden musste. So wurde im Institut eine bis heute fortgeführte vollständige Werk- und Quellenkartei aufgebaut, für die umfassend die Bestände hunderter Bibliotheken und Sammlungen ausgewertet wurden. Von den wichtigsten Handschriften und Drucken befinden sich zudem Mikrofilme und Digitalisate in der Sammlung des Instituts. Weiterhin verfügt das Institut über eine Spezialbibliothek, in der alle Literatur zu Haydn gesammelt wird.

Parallel zu den aufwendigen Recherchearbeiten konnten schon ab 1958 die ersten Bände der Gesamtausgabe erscheinen. Die mittlerweile in digitale Form überführte Werkkartei dient nicht nur als wichtige Arbeitsgrundlage für die Gesamtausgabe, sondern ist auch die Basis für das als Teil der Gesamtausgabe neu zu erstellende Werkverzeichnis. Der Fortgang der Ausgabe ist in den Jahresberichten der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz dokumentiert.

Seit 1971 befindet sich das Institut in den Räumen der Blumenthalstraße 23. Derzeit arbeiten hier fünf hauptamtliche Mitarbeiter und zwei studentische Hilfskräfte. Zusätzlich wurden externe Herausgeber mit einzelnen Bänden der Gesamtausgabe betraut. Für interessierte Studierende besteht die Möglichkeit, Praktika im Joseph Haydn-Institut zu absolvieren.